Unsere
Kanufahrt auf der österreichischen Donau im Jahr 1996
von
Linz bis nach Wien.
Autor
Celina Mróz, Übersetung Jan Mróz
Die Fahrt auf der Donau war unsere erste selbständig organisierte Kanufahrt
im Ausland. Unser Plan bestand darin, dass wir zum Fluss mit unseren eigenen
Faltbooten mit dem Zug oder dem Bus ankommen, fahren die Donau abwärts und
versuchen möglichst viele am Strom liegende Städte aufzusuchen. Am Endpunkt
angelangt, falten wir unsere Ausrüstung zusammen und kehren mit öffentlichen
Transportmitteln wieder nach Hause zurück.
Jarek, unser erfahrener „Faltbootsjäger“,
der schon in der Zeit der Volksrepublik an Paddelbootfahrten „Koenig
Sobieski“ auf der ungarischen Donau teilgenommen hatte, konnte sich im
dortigen Gewässer gut aus. Deshalb wählte er ohne größeres Risiko, für
unsere erste ausländische Entdeckungsfahrt, die österreichischen Donau aus.
Wir wussten auch nicht, ob uns “ein wildes Biwakieren“ gelingen
wird. Bekannte erzählten uns, dass man die Zelte auβerhalb der Campingplätze
nicht aufschlagen kann. Wir hatten jedoch das Bewusstsein, dass wir uns nicht
leisten können, alle Übernachtungen auf Campingplätze zu bezahlen, um nicht
unseren Budget ins Schwanken zu geraten. Aber wie war das in Wirklichkeit?
Unsere
Lagerfeuer an der Donau.
Das Glück war uns hold. Alle Biwaks an der Donau, und es waren 16 an der
Zahl, verliefen „auf wild“, ruhig and sympathisch. Vielleicht
deswegen, dass in Österreich niemand auf solche Art biwakiert. Als Übernachtungsplätze
suchten wir Donauwiesen aus, dreimal biwakierten wir in verlassenen Steinbrüchen,
die uns sehr lobenswert erschienen. Oft übernachteten wir auf privatem Gelände,
vorher um die Erlaubnis gebeten. Als einmal ein österreichischer Bauer von uns
Geld haben wollte, haben wir voller Beleidigung den Ort seiner Wiese verlassen.
Immer haben wir doch zwischen dem Fluss und dem Fahrweg, den Bahngleisen und den
Radfahrwegen ein bisschen freien Platz gefunden, um unsere zwei Zelte
aufschlagen zu können. Drei Nächte verbrachten wir in Wien, auf einem
Lagerplatz für Wassersportler, wohin wir ganz zufällig von der Stromseite
angelangt sind. Das Zeltgelände war auf einer künstlichen Halbinsel aufgebaut
zwischen dem Strom und den Wassersportstegen. Kurz vor Wien dachten wir einen
ruhigen Platz vor der Stadt zu finden, da ja von einem wilden Lagerplatz in der
Hauptstadt selbst keine Rede sein konnte. Plötzlich begann eine schnelle Strömung,
erhob sich ein starker Wind. Wir mussten verbissen paddeln, schauten um uns
nicht herum, und beinahe hätten wir unser schönes Wien „übersehen“.
Die Geistesgegenwart unserer Ula hat uns gerettet. Als wir am Ufer anlegten,
ergab sich, dass wir uns am Damm zwischen einem Donauarm und einem ruhigen Kanal
für Wassersportler schon in Wien befinden. Dort standen viele Segelboote, Ruder
und Paddelboote. Wir wanderten mit großer Hoffnung von einer Anlegestelle zur
anderen, dass uns die Wassergefährten aufnehmen und uns gestatten, unsere Zelte
auf dem Rasen aufzustellen. Leider wurden wir enttäuscht. Der Wächter erklärte
uns verwickelt, dass die Klubs über Nacht geschlossen werden, aber wir könnten
auf der gegenüberliegenden Seite des Kanals anlegen.
Es war eine Notlagerstelle für Wassersportler. Es gab kein Zelt, nur freier
Rasen und zwei übertragbare Toiletten Toy-Toy. Wir fanden den Platz genial,
umsonst, nicht weit vom Zentrum, an einer vom Land aus unzugänglicher Stelle,
ganz gesichert und dabei noch sichtbar.
Ich muss mich noch an einen anderen, ungewöhnlichen Biwak erinnern. Das war
eine unbewohnte, zeitlich vom hohen Wasser überschwemmte Insel auf der Donau.
Eine Insel für die Kanufahrer ist eine große Entdeckungsfreude. Wir legten an,
stellten unsere Zelte auf, kochten unser Mittagessen. Unerwartet kam durch unser
Lager ein Mann, barfuss, in einer Hand hielt er seine Galoschen und in der
anderen einen Plastikeimer. Mit forschenden Blicken beschaute er uns und unsere
Boote, brummte mit Verständnis – natürlich Deutsch vor sich hin –
„Ach, die Kanufahrer“. Nach einer Weile kam er zu uns mit einer
Flasche Wein, die er gekühlt in seinem Plastikeimer hielt. Er stellte sich uns
als Besitzer der Insel vor und erklärte uns, dass man auch auf die Insel bei
„trockenem Fuß“ kommen kann. Man muss aber die Furt kennen. Er war
von Beruf Kraftfahrer von Tiren, und seine Freizeit verbrachte er auf der Insel,
wo er Sennhütten, Lauben und andere schöne Kunstschmiedegegenstände baute.
Vor allem überwachte er die Insel vor Überschwemmung. Ich beurteilte seine
Arbeit als hoffnungslos, da die Insel bei jedem hohen Wasser unter Wasserspiegel
verschwinden musste. Gegen Abend ging der Besitzer nach Hause. Nächsten Morgen
machten wir einen Rundgang um seine Insel. Wir hinterließen ihm eine schöne
Ansichtskarte aus Danzig mit herzlichem Dankeschön für seine Gastfreundschaft.
Hat sich
doch gezeigt, dass Biwakieren an der blauen Donau für vier Kanufahrer nicht so
schwierig ist.
Der
Weg zum Strom
Vor unserem Wanderbeginn wussten wir noch nicht, wie uns die Fahrt mit so vielem Gepäck auf dem Rücken gelingen wird. Unsere Anfahrt zum Strom sah rosig aus. Mit dem Zug von Danzig bis Krakau, dann mit dem Bus von Krakau bis Wien und mit dem Zug bis Linz an der Donau. Auf der Rückfahrt ein Streckenglied weniger, da wir mit unseren Booten direkt in die Hauptstadt Österreichs angekommen sind. Um alle einzelne Reiseabschnitte gut und erfahrungsvoll zu verbinden, brauchte man unbedingt einen erprobten Kanukarren. Und so komme ich zur Stelle meiner Erzählung. Als wir auf dem Bahnhof in Linz ausstiegen, hatten wir zum Strom nur ein kleines Stück an die 1,5 km. Jarek lud alle unsere Säcke auf den Karren, fuhr bis Ende des Bahnsteiges vor und wollte über eine Holzbrücke über die Gleise fahren. Ein österreichischer Eisenbahner lief hinter uns, schreiend und winkend mit den Händen. Er führte uns höflich zu einem Warenfahrstuhl auf dem Bahnsteig. Sehr bequem verließen wir den Bahnhof, ohne schweres Gepäck nach oben und unten über die Treppen tragen zu müssen. Treppenübergänge sind ein Alpschrecken für die Gepäckfahrer. Als wir später auf der Rückfahrt in Danzig aus dem Zug stiegen, fuhr Jarek, der schnell Neuigkeiten sich aneignet, zum Warenfahrstuhl vor. Aber leider, aus der Traum. An der Tür hing ein großes Hängeschloss. Wir merkten, dass wir wieder bei uns zu Hause sind.
Ein weiteres Abenteuer hatten wir auf dem Promenadenufer in Linz. Vom
Bahnhof fuhren wir durch die ganze Stadt und Altstadt, schiebend unseren
schweren, mit Säcken beladenen Karren bis an das Donauufer. Dort
zogen wir alles aus den Säcken heraus und begannen unsere Boote
zusammenzustellen. Alles lag auf den Rasen: Bootsteile, Schlafsäcke, Zelte,
Bekleidung, Töpfe, Essvorräte. Ein Polizeiwagen fuhr gerade langsam an
uns vorbei. Die Ordnungshüter starrten uns an, beobachteten dringend unser
Vorhaben. An ihren Gesichtern sah
man an, dass sie uns nicht „eingliedern“ konnten und werden uns wohl
im Auge behalten. Als sie nach zwei Stunden zurückkamen, sahen sie schon die
Konturen unserer zur Fahrt bereiteten Kanus und atmeten erleichtert auf. Sie
winkten uns verständnisvoll zu.
Wir fuhren durch das Tal der Nibelungen und das Wachauertal, die schönsten
und beliebtesten Urlaubsregionen in Österreich. Im Jahre 1996 gab es dort mehr
Touristen als gewöhnlich, da man das Millennium Österreichs feierte. Das Wort
„Österrichi“ erschien das erste Mal in der Geschichte im Jahre 966.
Natürlich sind das ganz urbanisierte Regionen. Entlang des Flusses führt
eine Strasse, ein Bahngleis und ein Radfahrweg. Wir fuhren an gepflegten Städten
vorbei, an Schlösser, die auf den Felsen stehen und im Wachauertal bewundern
wir zaubernde Weinberge an den Flusshängen. Durch dieses schöne Gebiet wandern
Tausende von Urlaubern, dicht im Gedränge, alle zusammen auf den Wanderwegen.
Man braucht nur ein Stückchen vom Radfahrweg abzugehen, ein Kilometer von der
Stadt und man genießt schon die wunderbare Einsamkeit. Wir trafen nur wenige
Bootsfahrer, und solche touristische „Wandervögel“ wie wir, waren
nirgends zu sehen.
Dafür sahen wir wilde, sich ballende Radfahrkolonnen, Alt und Jung, sogar
mit Kleinkindern im Anhänger. Und alle, gekleidet in grellfarbigen Overalls und
in Schutzhelmen, ein buntes Allerlei. Im Jahre 1996 traf man so etwas nur selten
in Polen an, dass ganz schon ältere Frauen mit ansehnlichen Kuppern und Herren
mit Bäuchlein und Kahlköpfen in anliegenden, rosigen, gelben und orangen
Leginsen und Shirts, eifrig des Weges radeln. An den Wanderwegen erfreuten sich
mit gutem Umsatz die Gaststätten, Herbergen, Gastheime, Imbisstuben und kleine
Fahrradgeschäfte. Überall ein buntes und frohes Treiben. Die vorbeifahrenden
Radler lächelten uns sympathisch zu, mit nettem „Grüß Gott“
rasten sie weiter ihren Weg.
In einem sicherem Land unter wohlgesinnten Menschen
Wir fuhren durch schlummernde Städtchen, aber auch durch rege
Touristenzentren wie Melk, Dürstein, überall grüßte uns jeder Vorbeigehende
und Vorbeifahrende mit „Grüß Gott“. Das war außergewöhnlich und
lieb, so dass ich nach Rückkehr in Polen öfters als gewöhnlich „Guten
Tag“ sagte als die durchschnittliche Höflichkeit es verlangte.
Einmal hatten wir unseren Biwak gleich neben dem Radfahrweg und wir mussten
eine Person aus unserer Gruppe abordern, um ausschließlich den Vorbeikommenden
nur auf „Grüß Gott“ zu antworten. Man kann nur beneiden, dass bei
uns in Polen so eine schöne Gewohnheit nicht gepflegt wird.
Im Städtchen Grein, in einem schönen, malerischen Donaubogen gelegen,
schlugen wir, natürlich mit Erlaubnis des Heimbesitzers, gleich hinter dem
Stadtpark auf seiner Gartenwiese unsere Zelte auf. Abends nach dem Spaziergang
durchs Städtchen kamen wir durch die Parkallee zurück und trafen auf einer
Bank eine sehr laute Jugendgruppe, mit wild aussehenden „Irokesen - Schöpfen“,
in Lederjacken usw., die ihren Bierdurst stillten. So ein Anblick hat uns in
eine höhere Bereitschaftslage gestellt. Ob es uns gelingen wird, ruhig
vorbeizukommen oder werden wir angerempelt oder noch schlimmer? Stellt euch vor,
die ganze Jugendgruppe, einer nach dem anderen sagte uns spontan und höflich
„Grüß Gott“.
An der „Blauen Donau“ liegende österreichische Städtchen
erschienen uns wie aus dem Märchenland. Dort machen die Fahrer ihre Autos nicht
zu. Die Radfahrer lassen ihre Räder mit vollem Gepäck im Fahrradstand stehen,
ohne sie zu sichern. Ich schaute mit Verwunderung und mit großem Misstrauen zu.
Als wir unsere ersten Befürchtungen fallen ließen, gingen wir auch zu Viert
auf lange Spaziergänge, und ließen unsere Paddelboote „ohne Schutz“
liegen. Auch in Wien selbst, wo wir einsam und allein lagerten, obwohl „im
Auge“, ließen wir unsere Zelte unbewacht und gingen über den ganzen Tag
die Hauptstadt besichtigen.
Die
österreichischen Weinstuben – die „Heuriger“.
Vor der Fahrt habe ich im Reiseführer viel über die österreichischen
Weinstuben – die „Heurigen“ gelesen, über die freundlichen
Bauernstuben, wo der „junge Wein“ aus der letzten Lese angeboten
wird. Nach dem Besuch solcher einiger Weinstuben war ich voller Begeisterung über
die „Heuriger Tradition“, aber unter der Bedingung, dass die
Weinstube weit von den touristischen, lärmenden Wanderwege gelegen ist. Denn
dort ist nicht bloß billiger, aber wo man sich vor allem viel mehr sympathisch
und heimisch fühlt.
Den rechten „Heuriger“ trifft man nur direkt am Weinberg, beim
Winzer im Garten, beschattet von Weinreben. Er ist nicht immer offen, aber wenn
ein grünes Kränzchen über der Tür hängt, da werden die Gäste gern und höflich
eingeladen. Die Gäste setzen sich an gehobelten Tischen und Bänken. Zum Wein
reicht man einfache Bauergerichte vor. Als Schlager zum weißen gekühlten Wein
bietet man frisches Brot mit knusprigen Kruste, bestrichen mit Schmalzgrieben.
Wunderbar. Am besten schmeckt es, wenn die Gäste vom Winzermädel persönlich
bedient werden.
Zu so einem „Heurigen“ trafen wir im verschlummerten Städtchen
Spitz. Es gab kein Gedränge. Niemand beeilte sich. Im kühlem Schatten tranken
wir ein Gläschen nach dem anderen und haben uns köstlich mit Schmalzbrot
bedient.
In Wien angelangt unternahmen wir eine Fußwanderung vom unseren Zeltlager
bis zum Stadtteil Grinzing, berühmt durch die „Heuriger“. Und hier
wörtlich eine Katastrophe. Ein Heuriger beim Heuriger, ein Bus beim anderen Bus,
Hunderte von Touristen drängen sich auf die Heurigen, um nach einem Wiener
Heurigen schnell gleich weiterzufahren. Jagen wie die Wilden, um noch den Prater,
Hofburg und Schönbrunn sich anrechnen zu können. So etwas rate ich entschieden
ab.
Aus Grinzing kehrten wir in einer wahren Sommerhitze wieder zurück. Der Weg
führte durch Weinfelder an wunderschönen Berghängen vorbei. Totmüde hielten
wir unterwegs an einem Heuriger an. Wir traten in einen Garten ein, der mit
Sonnenschirmen beschattet war, wo wir uns mit vollem Glas kalten, weißen Weines
beköstigten. Vor uns breiteten sich herrliche Weinberge aus. Es war kaum zu
glauben, dass wir uns in einer Grosstadt befinden. Das stellte uns auf die Beine.
Man braucht nur auf den Stadtplan von Wien zu schauen, wo die Weinberge sich
rund um den Wiener Wald ziehen, zwischen Grinzing und Kahlenberg. Ich rege Sie
herzlich an, um auf eigene Hand richtigen Heuriger zu entdecken.
Die Bedingungen der Kajakfahrt auf der Donau
Auf der Donau in Österreich mussten wir uns an den großen Verkehr auf dem
Strom anpassen. Ohne Unterbrechung fuhren in beider Richtung: Kähne, Fahrzeuge
der Weißen Flotte und die schnelle Luxusmotorjachten, die die größte
Stromwellen verursachten.
Nur ein einziges Mal, als wir ermüdet durch die Hitze, fielen wir beinahe
auf einen aus dem Fluss ragenden Felsen, in der Nähe des Schlosses Schönbühel.
Das war unsere eigene Schuld. Wenn die Mannschaft sich sonnt und die schöne
Landschaft bewundert anstatt den Wasserweg vor dem Bug zu beobachten, da kann
man sogar auf der Donau auf einen Felsen stoßen. Die Ufer der Donau sind fast
auf der ganzen Länge mit Steinwurf befestigt. Das bereitet aber auch
Schwierigkeiten, ins Wasser zu gehen, die Paddelboote aufs Ufer zu ziehen sogar
das Waschen im Fluss war nicht leicht gemacht. Schon am ersten Tag bin ich ins
Wasser gefallen, da ich auf den schlüpfrigen, vermoosten Steinen ausrutschte.
Alles muss man lernen und in acht nehmen.
Unsere Strecke der Donau war mit Dämmen abgesperrt. Deshalb mussten wir
unsere Boote hinüberbringen, genau gesagt hinüberfahren. Jedes Mal war eine
Slipstelle zur Ausfahrt, im Wasser markiert, überleitet durch einen Betonpfad.
Auf der oberen Wasserkante wartete schon auf die Wassersportler ein Wagen, mit
dem man sein Boot um die Dammstelle befördern konnte. Nach der Benutzung musste
man den Wagen zurückbringen, um den nächsten Rudern zu dienen.
Nur eine Wassersperre überquerten wir als „vollberechtigte“
Einheit. Das war in Ypps-Persenbeug. Schon auf dem Vorfeld wurden wir durch die
Megaphone der Bedienung geleitet. Die Wände der Schleuse ragten hoch hinauf und
machten auf mich einen überwältigten Eindruck. Gerade dort haben wir uns nicht
allzu gut „verhalten“. Als das Schleusentor nur auf Breite des
Paddelbootes sich öffnete, „schlüpfte“ mein Kapitän durch den
Spalt, da er sich nach polnischen Gewohnheiten gerichtet hatte. Der sofortige
Protest des Dispatchers durch das Megaphon lautete auf Deutsch „Ist doch
rotes Licht“. Wir antworteten auf Englisch, dass wir nicht Deutsch
verstehen. Sofort war die Antwort auf Englisch. „Man kann nur bei grünem
Licht rausfahren“. Die übrigen Schleusenden warteten selbstverständlich
bis das ganze Tor sich aufgemacht hatte. Wir dagegen fuhren wie auf der Parade
mit unserer weiß - roten Flagge auf dem Heck, vorbei und „entflohen mit
allen Kräften“, die wir in den paddeln aufbringen konnten.
Das
war für uns eine Bewährungsfahrt. Wenn das uns gut gelingen wird, so dachten
wir, werden wir nächstes Jahr weitere Paddelfahrten im Ausland unternehmen können.
Es hat sich rausgestellt, dass wir mit unserer Kajakausrüstung selbständig überall
uns bewegen können, mag es per Bus oder Zug sein, zum beliebigen Strom gelingen,
dann flussabwärts fahren, biwakieren, besichtigen und im guter Laune, erholt
nach Hause zurückkommen.
Wir
haben immer so viele Pläne für nächstes Wanderfahren. Wir bereuen , dass wir
nur einmal im Jahr uns das leisten können.